Avanti startet Leiterproduktion in den USA

Der weltweit führende Hersteller von Serviceaufzügen und anderen Einrichtungen zur Personensicherheit in Windkraftanlagen, Avanti Wind Systems, hat in den USA die Produktion von Leitersystemen für die Türme von Windenergieanlagen aufgenommen. Avanti Wind Systems hat an seinem nordamerikanischen Hauptsitz in New Berlin bei Milwaukee (Wisconsin) eine Fabrik zur Herstellung von Aluminiumleitern errichtet. Die Fabrik soll den gesamten nordamerikanischen Markt versorgen.

 

Bisher hat Avanti seine Leitersysteme ausschließlich in China hergestellt. Die dortige Fabrik wird weiterhin die übrigen Teile der Welt beliefern.

 

„Mit der Fabrik in Wisconsin schaffen wir Arbeitsplätze in den USA. Gleichzeitig können wir unsere Kunden in ganz Nordamerika wesentlich schneller und besser bedienen“, sagt Kent Pedersen, General Manager von Avanti Wind Systems in den USA.

 

 

Logistisch hat die Fabrik für Avanti – und damit auch für die Kunden – erhebliche Vorteile. Fertige Leitersysteme erfordern erheblich mehr Platz als Rohaluminium. Zugleich wird die kürzere Transportzeit auch die Anzahl der Transportschäden verringern, die typischerweise beim Verladen und Transportieren von Aluminiumleitern auftreten. Das hat deutliche Einsparungen bei den Transportkosten zur Folge.

 

Die neue Fabrik in Wisconsin liefert Leiterabschnitte in Längen von bis zu 6 Metern. Bei der Montage in den Türmen werden die Abschnitte dann zusammengebaut.

 

„Die Leitern von Avanti wurden auf die Einhaltung aller nordamerikanischen Vorschriften geprüft, zu denen auch die Sicherheitsnorm ANSI 14.3 gehört. Die vom unabhängigen Testinstitut Radco durchgeführten Prüfungen ergaben, dass die normalen Leitern die Sicherheitsstufe 3 erfüllen und die für schwere Belastungen vorgesehenen Leitern sogar die Sicherheitsstufe 5. Damit gehören sie zu den besten Leitern in den USA“, stellt Kent Pedersen fest.

 

Avanti Wind Systems hat außerdem einen Doppelsprossen-Ankerpunkt konstruiert, der an den Leitern befestigt werden kann. Das ermöglicht es, Befestigungen für die persönliche Schutzausrüstungen – die für die in den Türmen arbeitenden Techniker notwendig sind – direkt am Leitersystem anzubringen. Hierdurch werden Schweißungen an den Turmwänden überflüssig, die ansonsten notwendig wären, um die Sicherheitsanforderungen zu erfüllen. Der Ankerpunkt der Avanti-Leitern wurde vom Testinstitut Intertek mit einer Zugkraft von 5000 lbs. geprüft, wie von der Sicherheitsnorm ANSI Z 359.1 gefordert.

 

 

„Eine Leiter im Turm einer Windkraftanlage ist nicht bloß eine Leiter. Sie muss schwere Belastungen aushalten und ist ein wichtiger Teil des gesamten Sicherheitssystems für die in den Türmen arbeitenden Techniker. Die Leiter muss auch so konstruiert sein, dass sie die plötzlich auftretenden Kräfte aushält, die von einem an der Leiter montierten Fallschutzsystem ausgehen, wenn ein Techniker einmal den Halt verliert“, sagt Kent Pedersen.

 

Das Fallschutzsystem von Avanti ist als Schiene auf der Leiter montiert. Das System ist natürlich von den zuständigen Behörden geprüft und zugelassen worden.

 

Aber die Leitern von Avanti tragen nicht nur Personen. Immer häufiger liefert Avanti Leitersysteme, die zugleich als Kabelträger im Turm verwendet werden. Die vielen vom Boden zur Turmspitze 

 

verlaufenden Kabel werden an der Leiter befestigt. Dadurch sind sie leichter von den Technikern zu montieren und zu warten als bei den üblichen Kabelhalterungen, die oft aus verzinktem Stahl bestehen und daher sehr viel schwerer sind.

 

Außer der Fabrik und dem nordamerikanischen Hauptsitz in Wisconsin verfügt Avanti Wind Systems über Technikergruppen, die fest in Texas, West Virginia und Oklahoma stationiert sind.